Zusätzliche Informationen zur Modellherstellung
Zu Schritt 1
Beim Trimmen des Zahnkranzes darf nur eine Ebene entstehen, weil ansonsten die Parallelität der Bohrlöcher verloren gehen könnte.
Es empfiehlt sich, die getrimmte Ebene parallel zum Marginalrand auszurichten und die Gesamthöhe des getrimmten Zahnkranzes der ungefähren Länge eines Gamundia-Pins (ca. 18 mm, Stufenpins 'short' 16,2 mm) anzupassen.
Ob nass oder trocken getrimmt werden soll, hängt vom Zustand des Gipses ab. Innerhalb 2-3 Stunden nach dem Gipsvorgang hat der Gips noch sehr viel Feuchtigkeit, so dass nass getrimmt werden sollte; nach ca. 24 Stunden ist der Gips trocken und darf dann nur noch trocken getrimmt werden.
Zu Schritt 3
Bei dieser Handhabung sieht man auf die obere und untere Seite des Zahnkranzes und kann sicher sein, dass das Bohrloch an die gewünschte Position kommt.
Gegenüber anderen Geräten, die zumeist nur eine Sicht von okklusal ermöglichen, besteht mit dem Gamundia-Pinbohrgerät PBG-4 demnach auch keine Gefahr, dass die Bohrlöcher zu eng neben- oder gar ineinander gesetzt werden könnten.
Zu Schritt 4
Zuviel Klebstoff könnte den Pin aus dem Bohrloch verdrängen.
Sollte der Klebstoff sogar aus dem Bohrloch herausquellen, besteht überdies die Gefahr, dass die Hülse mit dem Pin zusammengeklebt werden könnte.
Zu Schritt 5
Technisch optimal und gleichzeitig kostengünstig
3 Pinsysteme in einem Modell
Da alle Gamundia-Pinsysteme ihre eigenen Vorteile aufweisen, müssen Sie sich nicht zwingend für ein System entscheiden, denn aufgrund der identischen Länge und Bohrlochdurchmesser können alle 3 Systeme sogar innerhalb eines Modelles verwendet werden.
Unsere Empfehlung:
Für Sattelteile: klassische Konuspins mit Kunststoff-Ringchen (sehr preiswert!)
Für Brückenmodellationen: K2-Pins mit Metallhülsen (ringförmige Friktion, daher sehr leicht abzunehmen).
Für Einzelstümpfe: Stufenpins mit Kunststoffhülsen (perfekter Endsitz mit Friktionsbereich quasi über die gesamte Pinlänge.
Konische Pinsysteme (=klass. Konus- und K2-Pins):
Je nachdem, wie fest die Metallhülsen auf die Pins aufgesetzt werden, kann man die Friktion seinen eigenen Vorstellungen etwas anpassen. Die Kunststoff-Ringchen sind nur bis zur ungefähren Mitte den Pinsteckschaftes aufzuschieben.
Stufenpin-System: Das Stufenpin-System ist in 4 Varianten erhältlich: Standard, snap, soft, short (Stufenpin-Varianten). Je nach Variante sind die Hülsen auf Anschlag bzw. bis zum "Einschnappen" aufzuschieben.
Zu Schritt 5 (Isolieren)
Die korrekte Verarbeitungshinweise zum Isolieren (Intensität, Trockenzeit etc.) liegen üblicherweise dem Isoliermittel bei.
Zu Schritt 6
Welche Formplatte?
Gamundia bietet 4 Größen von Formplatten an. Um Gips, Trimmerscheibenabrieb und Arbeitszeit einzusparen, ist es sehr sinnvoll, die kleinstmögliche Formplatte auszuwählen, in die sich der gepinnte Zahnkranz noch einstellen läßt.
Modell-Lift?
Durch die Verwendung des Modell-Lifts lassen sich Kratzer auf der Formplatte vermeiden, wodurch sich deren Lebensdauer erhöht.
Zu Schritt 6
Anstatt der Haftplatte kann selbstverständlich auch ein Magnet mit Magnettopf in die Formplatte eingesetzt werden. Das hat den Vorteil, dass die Gesamthöhe des Modells minimiert werden kann und zwar deshalb, weil sich bei dieser Arbeitsweise der zweite Sockel dünner gestalten läßt, denn darin muß dann nur noch die Haftplatte Platz finden.
zu Schritt 9
Um Retensionen für den Artikulatoreinsatz zu erhalten, kann Noppenfolie o.ä. in den weichen Gips eingelegt werden.
Wenn der Gips ausreichend getrocknet ist, wird noch der Gummiring abgenommen und der Rand des Modells ggf. am Trimmer auf geeignete Maße reduziert.

